Das Dachgeschoss soll endlich zum Kinderzimmer, Homeoffice oder Gästezimmer werden. Die Dämmung ist abgeschlossen, der Boden verlegt – doch bei der Heizung zeigt sich oft die erste Herausforderung: Unter den Dachschrägen ist nur wenig Platz für klassische Heizkörper und Heizungsleitungen sind meist nicht vorhanden.
Genau hier spielen Elektroheizungen ihre Stärken aus. Sie benötigen keine Rohrleitungen, lassen sich schnell installieren und bieten auch bei niedrigen Drempeln oder begrenzter Wandfläche flexible Lösungen.
In diesem Beitrag erfährst du, welche Elektroheizung sich für den Dachgeschossausbau am besten eignet, worauf du bei der Heizleistung achten solltest und welche Heizsysteme sich unter Dachschrägen besonders bewährt haben.
Dachgeschoss richtig beheizen
Welche Heizung eignet sich für ein ausgebautes Dachgeschoss?
📖 Lesezeit: ca. 8 Minuten | Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
Dachschrägen, niedrige Drempel und fehlende Heizungsanschlüsse machen die Heizungsplanung im Dachgeschoss oft zur Herausforderung. Moderne Elektroheizungen lassen sich flexibel platzieren und ermöglichen eine komfortable Wärmeversorgung – häufig ohne zusätzliche Heizungsrohre oder größere Umbauarbeiten.
Das Wichtigste in Kürze
✓ Flächenspeicherheizungen eignen sich besonders für dauerhaft genutzte Wohnräume.
✓ Niedrige Elektroheizungen passen auch unter Dachschrägen und an niedrige Drempel.
✓ Mobile Modelle mit Standfüßen oder Laufrollen ermöglichen eine flexible Aufstellung.
✓ Konvektoren und Infrarotheizungen können für gelegentlich genutzte Räume sinnvoll sein.
✓ Die benötigte Heizleistung richtet sich nach Raumgröße, Dämmung, Fensterflächen und Nutzung.
Inhaltsverzeichnis – direkt zum passenden Abschnitt springen:
- 📌 Dachgeschoss ausbauen – welche Heizung ist die beste?
- 📌 Besondere Herausforderungen im Dachgeschoss
- 📌 Warum eine Elektroheizung hier oft die einfachste Lösung ist
- 📌 Welche Elektroheizung eignet sich wofür?
- 📌 Welche Heizleistung wird benötigt?
- 📌 Praxisbeispiel Dachgeschossausbau
- 📌 Häufige Fragen zum Heizen im Dachgeschoss
- 📌 Fazit
Dachgeschoss ausbauen – welche Heizung ist die beste?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Welche Heizung sich für ein ausgebautes Dachgeschoss am besten eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab – beispielsweise vom Dämmstandard, der Nutzung des Raums und den baulichen Gegebenheiten.
In vielen Fällen ist eine Elektroheizung jedoch eine besonders praktische Lösung. Gerade beim nachträglichen Dachgeschossausbau sind häufig keine Heizungsleitungen vorhanden. Die Erweiterung einer bestehenden Zentralheizung ist dann oft mit einem hohen Installationsaufwand verbunden.
Moderne Elektroheizungen benötigen dagegen lediglich einen Stromanschluss und lassen sich schnell sowie ohne aufwendige Umbauarbeiten installieren. Das macht sie besonders interessant für Kinderzimmer, Homeoffice, Gästezimmer oder andere nachträglich ausgebaute Wohnräume.
Welche Art der Elektroheizung die beste Wahl ist, hängt wiederum von den räumlichen Gegebenheiten und deinen persönlichen Anforderungen ab. Im Folgenden zeigen wir, welche Heizsysteme sich für den Dachgeschossausbau besonders bewährt haben und für welchen Einsatzbereich sie geeignet sind.
Besondere Herausforderungen im Dachgeschoss
Wenig Platz an den Wänden
Ein Dachgeschoss stellt andere Anforderungen an die Heizung als Wohnräume im Erd- oder Obergeschoss. Dachschrägen, niedrige Kniestöcke und begrenzte Wandflächen erschweren häufig die Montage klassischer Heizkörper. Gleichzeitig soll der Raum natürlich komfortabel und gleichmäßig beheizt werden.
Keine Heizungsleitungen vorhanden
Hinzu kommt, dass Dachgeschosse oft erst Jahre nach dem Hausbau ausgebaut werden. Eine nachträgliche Erweiterung der bestehenden Zentralheizung ist dann meist mit erheblichem Aufwand verbunden, da Heizungsrohre verlegt und bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssen.
Dachschrägen erschweren die Montage
Im Dachgeschoss sind Heizlösungen gefragt, die sich flexibel an die vorhandenen Platzverhältnisse anpassen lassen. Besonders bei niedrigen Drempeln oder unter Dachschrägen bieten kompakte Heizkörper entscheidende Vorteile, da sie vorhandene Wandflächen optimal nutzen und wertvollen Wohnraum erhalten.
Warum eine Elektroheizung hier oft die einfachste Lösung ist
Beim nachträglichen Ausbau eines Dachgeschosses steht häufig nicht nur die passende Heizleistung im Vordergrund, sondern auch der Installationsaufwand. Genau hier spielen moderne Elektroheizungen ihre Stärken aus: Sie benötigen keine Heizungsrohre, keinen Heizkessel und keinen Anschluss an eine zentrale Heizungsanlage. In vielen Fällen reicht ein geeigneter Stromanschluss aus.
Dadurch lassen sich Dachgeschossräume schnell und mit vergleichsweise geringem baulichem Aufwand beheizen. Das spart Zeit, reduziert Schmutz während der Renovierung und vermeidet umfangreiche Eingriffe in die bestehende Bausubstanz.
Weitere Vorteile einer Elektroheizung im Dachgeschoss sind:
- ✅ Keine Verlegung von Heizungsrohren erforderlich
- ✅ Schnelle und unkomplizierte Installation
- ✅ Ideal für den nachträglichen Dachgeschossausbau
- ✅ Flexible Platzierung – auch bei begrenzter Wandfläche
- ✅ Jeder Raum kann individuell geregelt werden
- ✅ Keine regelmäßige Wartung von Heizkessel oder Rohrsystem notwendig
Welche Elektroheizung die beste Wahl ist, hängt jedoch von der Nutzung des Raumes und den baulichen Gegebenheiten ab. Im nächsten Abschnitt stellen wir die verschiedenen Heizsysteme vor und zeigen, für welchen Einsatzbereich sie sich jeweils besonders eignen.
Welche Elektroheizung eignet sich wofür?
Nicht jede Elektroheizung arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Je nachdem, ob das Dachgeschoss dauerhaft bewohnt, nur gelegentlich genutzt oder als Arbeitszimmer eingerichtet wird, eignen sich unterschiedliche Heizsysteme.
Flächenspeicherheizung – die beste Wahl für dauerhaft genutzte Dachgeschossräume
Die Flächenspeicherheizung kombiniert Strahlungs- und Konvektionswärme. Ein integrierter Wärmespeicher nimmt die erzeugte Wärme auf und gibt sie gleichmäßig über einen längeren Zeitraum an den Raum ab. Dadurch sorgt sie auch im Dachgeschoss für ein angenehmes und konstantes Raumklima.
👉 Ideal für: Kinderzimmer, Schlafzimmer, Homeoffice oder andere dauerhaft genutzte Dachgeschossräume.
🏠 Besonders geeignet: Auch als niedrige Ausführung für Räume mit Dachschrägen und niedrigen Drempeln erhältlich.
💡 Vorteil: Gleichmäßige, komfortable Wärme ohne aufwendige Verlegung von Heizungsrohren – ideal für den nachträglichen Dachgeschossausbau.
Infrarotheizung – angenehme Strahlungswärme für einzelne Bereiche
Infrarotheizungen erwärmen nicht in erster Linie die Raumluft, sondern geben ihre Wärme direkt an Menschen und Oberflächen ab. Im Dachgeschoss eignen sie sich besonders für kleinere Räume oder einzelne Bereiche, in denen die Wärme schnell und gezielt spürbar sein soll.
👉 Ideal für: Homeoffice, Hobbyraum oder gezielte Wärmebereiche im Dachgeschoss.
🏠 Besonders geeignet: Gut gedämmte Dachgeschosse oder als ergänzende Heizung für einzelne Räume.
💡 Vorteil: Angenehme Strahlungswärme genau dort, wo sie benötigt wird – ohne den gesamten Raum dauerhaft beheizen zu müssen.
Elektrokonvektor – schnelle Wärme für gelegentlich genutzte Dachgeschossräume
Ein Konvektor erwärmt die Raumluft innerhalb kurzer Zeit und sorgt so schnell für angenehme Temperaturen. Da er keine Wärme speichert, eignet er sich besonders für Dachgeschossräume, die nur zeitweise genutzt werden und nicht dauerhaft beheizt werden müssen.
👉 Ideal für: Gästezimmer, Hobbyraum oder andere gelegentlich genutzte Dachgeschossräume.
🏠 Besonders geeignet: Räume, die nur bei Bedarf schnell aufgeheizt werden sollen.
💡 Vorteil: Erreicht in kurzer Zeit die gewünschte Temperatur und sorgt genau dann für Wärme, wenn sie benötigt wird.
Vergleich der Heizsysteme für den Dachgeschossausbau
| Heizsystem | Ideal für | 💶 Typische Gesamtkosten* |
⚡ Betriebskosten |
Montage | Unsere Empfehlung |
|---|---|---|---|---|---|
| Flächenspeicherheizung | Schlafzimmer, Kinderzimmer, Homeoffice | ca. 500–1.300 € | ★★★☆☆ | Wand oder mobil | ⭐⭐⭐⭐⭐ Beste Wahl |
| Niedrige Flächenspeicherheizung | Dachschrägen, Drempel, Spitzdächer | ca. 500–1.300 € | ★★★☆☆ | Wand oder mobil | ⭐⭐⭐⭐⭐ Ideal bei Dachschrägen |
|
Monoblock-Wärmepumpe (Luft-Luft-Wärmepumpe ohne Außengerät) |
Wohnräume mit Heiz- und Kühlbedarf | ca. 2.000–3.300 € | ★★★★☆ | Innen an der Außenwand, Kernbohrungen erforderlich | ⭐⭐⭐⭐ Heizen und Kühlen ohne Außengerät |
|
Split-Klimaanlage (Luft-Luft-Wärmepumpe mit Außengerät) |
Ganzjährig genutzte Wohnräume mit Heiz- und Kühlbedarf | ca. 2.500–5.000 € | ★★★★☆ | Innen- und Außengerät, Fachbetrieb erforderlich | ⭐⭐⭐⭐ Sehr effizient |
| Infrarotheizung | Arbeitszimmer, kleine Räume, Zusatzheizung | ca. 300–900 € | ★★☆☆☆ | Wand, Decke oder mobil | ⭐⭐⭐ Gute Wahl |
| Konvektor | Gästezimmer, Hobbyraum, gelegentliche Nutzung | ca. 100–400 € | ★★☆☆☆ | Wand oder Standfüße | ⭐⭐⭐ Für seltene Nutzung |
| Erweiterung der Zentralheizung | Neubau oder Kernsanierung | ca. 4.000–10.000 €+ | ★★★★☆ | Heizungsrohre nachrüsten | ⭐⭐ Nur bei Kernsanierung |
💶 Typische Gesamtkosten: Grobe Richtwerte für Anschaffung inklusive üblicher Installation im Dachgeschoss.
⚡ Betriebskosten: Je mehr Sterne, desto niedriger fallen die typischen Heizkosten im Vergleich aus.
*Hinweis: Die genannten Kosten dienen als grobe Orientierung für typische Dachgeschossausbauten. Sie können je nach Raumgröße, Heizleistung, Gebäudezustand, Einbausituation und regionalen Handwerkerkosten variieren. Auch die tatsächlichen Betriebskosten hängen unter anderem vom Dämmstandard, dem Heizverhalten, den Außentemperaturen und den jeweiligen Energiepreisen ab.
Unsere Empfehlung je nach Ausbausituation
Welche Heizung die beste Wahl ist, hängt vor allem von der Nutzung des Dachgeschosses und den baulichen Gegebenheiten ab. Die folgende Übersicht hilft bei der schnellen Orientierung.
| Situation | Empfohlene Heizlösung | Warum? |
|---|---|---|
| Niedriger Drempel oder Dachschräge | ⭐⭐⭐⭐⭐ Niedrige Flächenspeicherheizung | Passt unter Dachschrägen, benötigt wenig Wandhöhe und sorgt für angenehme, gleichmäßige Wärme. |
| Dauerhaft bewohntes Dachgeschoss | ⭐⭐⭐⭐⭐ Flächenspeicherheizung | Ideal für Schlaf-, Kinder- oder Arbeitszimmer mit hohem Wohnkomfort. |
| Homeoffice | ⭐⭐⭐⭐⭐ Flächenspeicherheizung | Angenehme Temperatur auch bei langen Arbeitszeiten und einfacher Einbau ohne Heizungsrohre. |
| Gästezimmer oder Hobbyraum | ⭐⭐⭐ Konvektor | Heizt den Raum schnell auf und eignet sich gut bei nur gelegentlicher Nutzung. |
| Kleines Arbeitszimmer oder Zusatzheizung | ⭐⭐⭐ Infrarotheizung | Sorgt für direkte Strahlungswärme und eignet sich besonders für kleinere Räume. |
| Heizen und Kühlen in einem Gerät | ⭐⭐⭐⭐ Split-Klimaanlage oder Monoblock-Wärmepumpe | Besonders interessant, wenn das Dachgeschoss im Sommer stark aufheizt. |
| Kernsanierung oder Neubau | ⭐⭐ Zentralheizung erweitern | Nur sinnvoll, wenn ohnehin umfangreiche Umbauarbeiten und neue Heizungsleitungen geplant sind. |
In den meisten nachträglich ausgebauten Dachgeschossen sind bereits Stromanschlüsse vorhanden, Heizungsrohre jedoch nicht. Deshalb entscheiden sich viele Hausbesitzer für moderne Flächenspeicherheizungen. Sie lassen sich ohne Eingriffe in die bestehende Heizungsanlage installieren, benötigen keine wasserführenden Leitungen und eignen sich durch ihre geringe Bautiefe besonders gut für Dachschrägen und niedrige Drempel.
Welche Heizleistung wird benötigt?
Die richtige Heizleistung ist entscheidend für ein angenehmes Raumklima und einen effizienten Betrieb der Elektroheizung. Wie viele Watt benötigt werden, hängt unter anderem von der Wärmedämmung des Gebäudes, der Raumgröße, der Deckenhöhe, der Fensterfläche sowie der gewünschten Raumtemperatur ab.
Die folgenden Werte dienen als erste Orientierung und beziehen sich auf die benötigte Heizleistung pro Quadratmeter Wohnfläche.
Richtwerte für Konvektoren und Flächenspeicherheizungen
| Gebäudetyp | Heizleistung |
|---|---|
| Passivhaus / sehr gute Dämmung (KfW 40–55) | ca. 50 W/m² |
| Neubau / gut gedämmt (ab ca. 1996) | ca. 70 W/m² |
| Altbau / mittlere Dämmung | ca. 90 W/m² |
| Altbau / schlecht gedämmt | ca. 120 W/m² |
Richtwerte für Infrarotheizungen
Da Infrarotheizungen überwiegend mit Strahlungswärme arbeiten, kann die benötigte Heizleistung häufig etwas geringer ausfallen.
| Gebäudetyp | Heizleistung |
|---|---|
| Passivhaus / sehr gute Dämmung (ab KfW 55) | ca. 35 W/m² |
| Neubau / gut gedämmt (ab ca. 1996) | ca. 60 W/m² |
| Altbau / mittlere Dämmung | ca. 80 W/m² |
| Altbau / schlecht gedämmt | ca. 100 W/m² |
Praxisbeispiel
Ein 20 m² großes Dachgeschosszimmer in einem gut gedämmten Neubau benötigt bei einer Flächenspeicherheizung oder einem Konvektor ungefähr:
20 m² × 70 W/m² = ca. 1.400 Watt
Diese Heizleistung kann beispielsweise durch einen einzelnen 1.500-W-Heizkörper oder zwei kleinere Geräte erreicht werden. Mehrere Heizkörper sorgen häufig für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung, insbesondere in verwinkelten Dachgeschossen.
Wichtiger Hinweis:Die genannten Werte sind Durchschnittswerte und dienen ausschließlich der ersten Orientierung. Dachgauben, große Fensterflächen, hohe Räume, ungedämmte Dachflächen oder besondere Nutzungsprofile können den tatsächlichen Wärmebedarf deutlich beeinflussen. Für eine möglichst präzise Auslegung empfehlen wir daher eine individuelle Heizleistungsberechnung.
Nutze hierfür einfach unseren kostenlosen Heizleistungsrechner oder lass dich von unseren Fachberatern kostenlos beraten. So erhältst du eine Heizleistung, die optimal zu deinem Dachgeschoss passt.
Praxisbeispiel: Dachgeschoss mit einer mobilen Flächenspeicherheizung beheizen
Ausgangssituation
Die Bauherren wollten den bisher ungenutzten Dachboden in zusätzlichen Wohnraum verwandeln. Entstehen sollten ein großzügiges Kinderzimmer, das den größten Teil der Fläche einnimmt, sowie ein kleiner Abstellraum, der weiterhin unbeheizt bleiben sollte.
Schnell zeigte sich jedoch ein typisches Problem vieler Dachgeschossausbauten: Das Spitzdach verfügt auf beiden Seiten über Dachschrägen, die Drempel sind nur etwa 45 cm hoch. Dadurch standen lediglich an den Stirnseiten gerade Wandflächen zur Verfügung. Hinzu kam, dass die Drempel aus einfachen Gipskartonplatten bestehen. Eine Wandmontage war daher nicht gewünscht, um die Konstruktion nicht zusätzlich zu belasten und die Einrichtung des Kinderzimmers später flexibel verändern zu können.
Lösung
Die Wahl fiel auf eine niedrige Flächenspeicherheizung auf Laufrollen. Sie wird frei im Raum aufgestellt und benötigt keine Wandbefestigung. Durch ihre geringe Bauhöhe lässt sie sich problemlos unter der Dachschräge platzieren und kann bei Bedarf jederzeit an einen anderen Standort verschoben werden – ein großer Vorteil, wenn sich die Nutzung des Kinderzimmers im Laufe der Jahre verändert.
Vorteile der gewählten Lösung
- ✅ Keine Wandmontage an den Gipskarton-Drempeln erforderlich
- ✅ Flexible Positionierung und jederzeit umstellbar
- ✅ Ideal für Spitzdächer mit niedrigen Drempeln
- ✅ Gleichmäßige Wärme für dauerhaft genutzte Wohnräume
- ✅ Beheizt wird nur der tatsächlich genutzte Wohnraum – der Abstellraum bleibt unbeheizt
Häufige Fragen zur Elektroheizung im Dachgeschoss
Das hängt vor allem vom Dämmstandard, der Nutzung des Raums und den verfügbaren Wandflächen ab. Für dauerhaft genutzte Wohnräume wie Kinderzimmer, Schlafzimmer oder Homeoffice sind Flächenspeicherheizungen häufig eine komfortable Lösung. Sie geben ihre Wärme gleichmäßig ab und sind auch in niedrigen Ausführungen erhältlich. Für nur gelegentlich genutzte Räume kann dagegen eine schnell reagierende Infrarotheizung oder ein Konvektor sinnvoll sein.
Unter Dachschrägen eignen sich besonders niedrige Elektroheizungen. Niedrige Flächenspeicherheizungen mit einer Bauhöhe von etwa 34 cm können auch an niedrigen Drempeln oder Kniestöcken eingesetzt werden. Alternativ lassen sie sich mit Standfüßen oder Laufrollen frei im Raum aufstellen.
Ja. Viele Elektroheizungen können mit passenden Standfüßen oder Laufrollen auch frei aufgestellt werden. Eine mobile Lösung bietet sich beispielsweise an, wenn der Drempel aus Gipskarton besteht, keine Wandmontage gewünscht ist oder die Raumaufteilung später verändert werden soll. Wichtig ist, ausschließlich vom Hersteller freigegebenes Zubehör zu verwenden.
Die erforderliche Heizleistung hängt unter anderem von der Raumgröße, dem Dämmstandard, der Deckenhöhe und den Fensterflächen ab. Als grobe Orientierung gelten für Flächenspeicherheizungen und Konvektoren etwa 50 bis 120 W/m². Ein gut gedämmter Raum benötigt deutlich weniger Leistung als ein unsanierter Altbau.
Für die endgültige Auslegung empfiehlt sich eine individuelle Heizleistungsberechnung.
Viele Elektroheizungen werden mit 230 Volt betrieben und können über eine geeignete Steckdose angeschlossen werden. Ob der vorhandene Stromkreis ausreichend abgesichert ist, hängt jedoch von der Leistung der Heizung und weiteren angeschlossenen Geräten ab. Leistungsstarke Geräte sollten nicht gemeinsam mit mehreren großen Verbrauchern an einem Stromkreis betrieben werden. Im Zweifel sollte die elektrische Installation von einer Elektrofachkraft geprüft werden.
Die Gesamtkosten setzen sich aus den Anschaffungskosten, einer möglichen Elektroinstallation und den späteren Stromkosten zusammen. Die Installation ist häufig günstiger als die Erweiterung einer Zentralheizung, weil keine Heizungsrohre verlegt und keine wasserführenden Heizkörper angeschlossen werden müssen.
Die laufenden Kosten hängen vor allem vom Dämmstandard, der Raumgröße, der gewünschten Temperatur, dem Strompreis und dem persönlichen Heizverhalten ab. Eine Heizleistungsberechnung und ein Heizkostenrechner ermöglichen eine realistischere Abschätzung.
Nicht jeder Raum muss dauerhaft beheizt werden. Ein regelmäßig genutztes Kinderzimmer oder Homeoffice benötigt eine passende Raumheizung. Ein abgetrennter Abstellraum kann dagegen unbeheizt bleiben, sofern dort keine frostempfindlichen Leitungen verlaufen und keine Feuchtigkeitsprobleme entstehen.
Ja, sofern die Heizung vom Hersteller für die mobile Aufstellung freigegeben ist und mit den dafür vorgesehenen Standfüßen oder Laufrollen verwendet wird. Wichtig sind ein sicherer Stand, ausreichend Abstand zu Möbeln und Vorhängen sowie ein geeigneter elektrischer Anschluss.
Ja. Ein vollständig ausgebautes Dachgeschoss kann mit Elektroheizungen beheizt werden, wenn die Heizleistung passend zum tatsächlichen Wärmebedarf ausgelegt wird. Besonders bei nachträglich ausgebauten Dachgeschossen ist dies oft eine unkomplizierte Lösung, weil weder Heizungsrohre verlegt noch die bestehende Zentralheizung erweitert werden müssen.
Bei niedrigen Drempeln sind niedrige Flächenspeicherheizungen mit einer Bauhöhe von etwa 34 cm besonders geeignet. Sie passen unter viele Dachschrägen und können dort eingesetzt werden, wo herkömmliche Heizkörper zu hoch sind. Alternativ sind mobile Ausführungen mit Standfüßen oder Laufrollen möglich.
Das richtet sich nach der erforderlichen Gesamt-Heizleistung und der Raumaufteilung. In kleineren Räumen genügt häufig ein einzelner Heizkörper. Bei größeren, lang geschnittenen oder verwinkelten Dachgeschossen kann es sinnvoll sein, die benötigte Heizleistung auf zwei oder mehrere Geräte zu verteilen. Dadurch lässt sich die Wärme gleichmäßiger im Raum verteilen.
Die Stromkosten hängen von der Raumgröße, dem Dämmstandard, der gewünschten Raumtemperatur, dem Nutzungsverhalten, der Heizdauer und dem Strompreis ab. Gut gedämmte Dachgeschosse benötigen deutlich weniger Heizenergie als unsanierte Gebäude. Eine pauschale Aussage ist daher nicht möglich. Mit einem Heizkostenrechner lässt sich der voraussichtliche Verbrauch genauer abschätzen.
Eine Photovoltaikanlage kann einen Teil des benötigten Heizstroms liefern und dadurch die Strombezugskosten reduzieren. Der größte Solarertrag fällt allerdings häufig nicht in die kältesten Wintermonate. Besonders sinnvoll ist daher eine intelligente Steuerung, die verfügbare PV-Überschüsse nutzt. Ein Batteriespeicher kann den Eigenverbrauch zusätzlich erhöhen, ersetzt aber keine ausreichend dimensionierte Heizlösung.
Ja. Zusätzliche Heizkörper können meist unkompliziert ergänzt werden, wenn weitere Räume ausgebaut oder bestehende Räume anders genutzt werden. Voraussetzung ist, dass die elektrische Installation und die vorhandenen Stromkreise für die zusätzliche Leistung ausgelegt sind. Bei mehreren leistungsstarken Geräten sollte eine Elektrofachkraft die Installation prüfen.
Elektroheizungen beginnen kurz nach dem Einschalten mit der Wärmeabgabe. Konvektoren erwärmen die Raumluft besonders schnell. Flächenspeicherheizungen benötigen etwas mehr Zeit, geben die erzeugte Wärme dafür gleichmäßiger und länger an den Raum ab. Wie schnell die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird, hängt außerdem von der Heizleistung, der Ausgangstemperatur und der Dämmung ab.
Elektroheizungen arbeiten in der Regel nahezu wartungsfrei. Es sind weder Brennerwartungen noch Schornsteinfegertermine oder regelmäßige Arbeiten an einem wasserführenden Heizsystem erforderlich. Die Oberflächen und Luftöffnungen sollten gelegentlich von Staub befreit werden. Außerdem empfiehlt es sich, Anschlusskabel und Steckverbindungen regelmäßig auf sichtbare Beschädigungen zu prüfen.
Viele moderne Elektroheizungen verfügen über eine App-Steuerung. Damit lassen sich Temperaturen anpassen, Heizzeiten programmieren und je nach Modell weitere Funktionen nutzen. Dadurch wird nur dann geheizt, wenn der Raum tatsächlich genutzt wird. Für die App-Anbindung können je nach Gerät ein WLAN-Zugang, ein Gateway oder eine direkte Verbindung zum Heizkörper erforderlich sein.
Fazit: Die Heizung sollte sich dem Dachgeschoss anpassen – nicht umgekehrt
Ein ausgebautes Dachgeschoss schafft wertvollen zusätzlichen Wohnraum – ob als Kinderzimmer, Homeoffice, Gästezimmer oder persönlicher Rückzugsort. Damit dieser Raum das ganze Jahr über angenehm nutzbar ist, sollte auch die Heizung optimal zu den baulichen Gegebenheiten passen.
Moderne Elektroheizungen bieten hierfür besonders viel Flexibilität. Niedrige Flächenspeicherheizungen, mobile Modelle, Konvektoren oder Infrarotheizungen lassen sich je nach Raumnutzung und Platzangebot gezielt einsetzen – oft ganz ohne aufwendige Heizungsrohre oder größere Umbaumaßnahmen.
Mit der passenden Heizleistung und einer durchdachten Platzierung wird aus einem bislang ungenutzten Dachboden ein komfortabler Wohnraum, den du das ganze Jahr über gerne nutzt.
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