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Wie berechnet man die laufenden Kosten einer Elektroheizung?

Wenn du wissen möchtest, wie du die laufenden Kosten deines elektrischen Heizkörpers berechnen kannst, haben wir einen leicht verständlichen Leitfaden erstellt.

Die Berechnung, die wir verwenden, gibt dir eine geschätzte Zahl der laufenden Kosten deiner Elektroheizung. Es werden keine anderen Bedingungen wie Raumgröße, Isolierung oder Zugfestigkeit berücksichtigt. Dennoch liefert die Berechnung einen guten Durchschnittswert, der beim Vergleich von Produkten hilfreich sein kann.

Zunächst benötigst du die Leistung des Gerätes, welches du berechnen möchtest. In unserem Beispiel berechnen wir, wie viel es kostet, einen 1000-W-Elektroheizkörper in Form einer Direktheizung 1 Tag lang zu betreiben. Bitte beachte: bei der Nutzung anderer Heizungstypen, welche nicht durchgängig Strom zum Heizen benötigen (z.B. Flächenspeicherheizungen und Teilspeicherheizungen), ist der Verbrauch viel geringer.

1. Watt in Kilowatt (kW) umrechnen

Um deine laufenden Kosten zu berechnen, musst du die Leistung des Geräts in Kilowatt umrechnen. Dies kann einfach durch Teilen der Leistung durch 1000 erfolgen. In unserem Beispiel teilen wir unsere 1000 Watt Heizung durch 1000, um 1 kW zu erhalten.

2. Mit den Betriebsstunden multiplizieren

Als nächstes multiplizierst du die kW-Zahl mit der Anzahl der Stunden, die die Heizung voraussichtlich täglich in Betrieb sein wird. Nehmen wir an, wir planen, unsere 1-kW-Direktheizung 8 Stunden am Tag zu betreiben. Wenn du die 1 mit 8 multiplizierst, erhältst du 8 kWh (Kilowattstunden). Dies ist die erwartete Energie, die am Tag verbraucht wird. Im Vergleich zur Direktheizung kannst du mit einer Speicherheizung mit Schamotte ca. 50% einsparen.

3. Mit Cent pro kWh multiplizieren

Cent in Euro

Der nächste Schritt hängt von den festgelegten Energiepreisen deines Stromanbieters ab. In Deutschland kostete eine Kilowattstunde Strom durchschnittlich 32 Cent. Wenn du viel Energie abnimmst oder spezielle Heizstromtarife nutzt, liegt der kW-Preis deutlich günstiger bei 22 - 25 Cent pro kW (Stand November 2020). Es macht auf alle Fälle Sinn, deinen Stromanbieter jährlich zu überprüfen und ggf. zu wechseln. Vergleichsportale wie verivox oder check24 sind dabei ein große Hilfe und helfen dir, enorme Kostenvorteile zu erzielen.

Dein aktueller Preis wird normalerweise auf deiner Energierechnung angezeigt, sodass du die Tarife deines eigenen Anbieters problemlos in die Gleichung einbeziehen kannst. Indem du den erwarteten kWh-Wert mit dem Centbetrag deines Lieferanten pro kWh multiplizierst, ermittelst du, wie viel der Betrieb deiner Elektroheizung kosten wird. In unserem Fall wären es 8 kWh x 32 Cent = 256 Cent, was 2,56 € entspricht.

Mit einem günstigeren Vertrag von 25 Cent pro kW Stunde reduzieren sich die Kostena auf 8 kWh x 0,25 € = 2,00 €. Auf die gesamte Heizperiode gesehen, kann dieser kleine Betrag bereits viel ausmachen. Wir zeigen dir deshalb in der Folge beide Tarife im Vergleich. 

4. Multipliziere die Anzahl der Tage

Jetzt hast du die geschätzten Betriebskosten für einen Tag ermittelt. Multipliziere diese Zahl mit 7, um die geschätzten Kosten für eine Woche, 30 für einen durchschnittlichen Monat oder ca. 180 - 220 (wir rechnen im Beispiel mit 200 Tagen) für die Gesamtsumme einer jährlichen Heizperiode erhalten. Wir haben festgestellt, dass wir für die 1000 Watt Direktheizung täglich 2,56 € einplanen müssen, um 8 Stunden am Tag mit einem Tarif von 32 Cent pro kWh zu heizen (bzw. 2,00 € bei 25 Cent pro kWh). Die folgenden Berechnungen geben die geschätzten wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Kosten für das Gerät an, vorausgesetzt, es wird täglich 8 Stunden lang verwendet.

  32 Cent / kWh 25 Cent / kWh
pro Woche 2,56 € x 7 = 17,92 € 2,00 € x 7 = 14,00 €
pro Monat 2,56 € x 30 = 76,80 € 2,00 € x 30 = 60,00 €
pro Jahr 2,56 € x 200 = 512,00 € 2,00 € x 200= 400,00 €


5. Erstelle eine realistischere Zahl bei der Berechnung der Heizkosten

Regenbogen aus Woke

Die oben genannten prognostizierten Kosten sehen möglicherweise höher aus als du denkst, spiegeln jedoch ein unrealistisches Worst-Case-Szenario wider, bei dem davon ausgegangen wird, dass die Elektroheizung während der gesamten Betriebsstunde mit maximaler Leistung arbeitet, was absolut nicht der Fall ist. Andere elektrische Geräte wie Fernseher und Computer verbrauchen kontinuierlich Strom bis sie ausgeschaltet werden. Geräte wie Kühlschränke oder Heizungen verfügen jedoch über hochpräzise Thermostate, die sie je nach Umgebungstemperatur des Raums ein- und ausschalten. In der Realität verbraucht der in unserem Beispiel verwendete elektrische Heizkörper möglicherweise nur etwa die Hälfte der Energie, die geschätzt wird, um gelegentlich sein Temperaturniveau aufrechtzuerhalten und zu erhöhen.

Nehmen wir an, unsere Elektroheizung verbraucht nur die Hälfte der Zeit Strom, sodass wir diese Zahlen durch 2 teilen können.

  32 Cent / kWh 25 Cent / kWh
pro Woche (2,56 € x 7) ÷ 2 = 8,96 € (2,00 € x 7) ÷ 2 = 7,00 €
pro Monat (2,56 € x 30) ÷ 2 = 38,40 € (2,00 € x 30) ÷ 2 = 30,00 €
pro Jahr (2,56 € x 200) ÷ 2 = 256,00 € (2,00 € x 200) ÷ 2 = 200,00 €

Was ist bei der Ermittlung der laufenden Kosten zu beachten?

Nachdem du die laufenden Kosten deiner Heizung ermittelt hast, kannst du diese Zahlen als Vergleichsbasis für andere elektrische Heizgeräte in deinem Haus verwenden, um eine ungefähre Vorstellung über die möglichen Ausgaben zu erhalten. Denke aber daran, dass diese Berechnung nur so genau sein kann, wie die Annahmen, die wir treffen müssen. Wir sind beispielsweise davon ausgegangen, dass wir unsere Heizung an jedem Tag des Jahres 8 Stunden am Tag betreiben werden. Solch ein regulierter Lebensstil ist äußerst ungewöhnlich! Oft werden Heizungen z.B. bei berufstätigen Personen nur in den Morgen- und Abendstunden genutzt. Wie lange wir unsere Heizung betreiben, hängt weitgehend von den Wetterbedingungen und dem Wechsel der Jahreszeiten ab. Daher solltest du für die wärmeren Monate separate Berechnungen durchführen, um eine Kostenzahl zu erhalten, die etwas realistischer ist. Es kann einfacher sein, sich an kleinere Zeiträume wie Tage oder Wochen zu halten, die viel einfacher nebeneinander zu vergleichen sind, als in Monaten und Jahren zu verallgemeinern.

Bei allen elektrischen Heizgeräten, die wir bei elektroheizung-direkt.de auf Lager haben, wird die Leistung angezeigt, sodass du bei Bedarf deine eigenen potenziellen Kostenvoranschläge erstellen kannst. Wichtig ist jedoch, vorher den Wärmebedarf für deinen Raum zu berechnen. Dafür kannst du unseren Wärmebedarfsrechner nutzen. Falls du nämlich einen Heizkörper mit zu geringer Leistung für deinen Raum wählst, kannst du am Ende noch mehr für Energie ausgeben, da deine Heizung Schwierigkeiten hat, einen Raum zu erwärmen, für den sie nicht geeignet ist.

Im Vergleich zur herkömmlichen Zentralheizung sind elektrische Heizkörper wartungsarm und können selbst montiert werden, wodurch kostspielige Installationskosten vermieden werden. Wenn du überlegst, wie energieeffizient unsere elektrischen Heizkörper sind und wie wenig Strom sie benötigen, um ihr Wärmelevel aufrechtzuerhalten, kannst du möglicherweise mehr Geld sparen, als du denkst.

Wärmebedarfsrechner

Unser Tipp für oft genutzte Räume

Im Beispiel oben haben wir mit elektrischen Direktheizgeräten kalkuliert. Diese benötigen für den Heizvorgang immer Strom. Eine Alternative dazu sind Flächenspeicherheizungen. Diese sind eine Kombination aus Direkt- und Speicherheizgeräten und haben den Vorteil, dass du für eine Stunde steuerbare Wärme durchschnittlich 15 Minuten Stromzufuhr benötigst. Im Produktvideo von Technotherm wird das am Beispiel der TT-KS Elektroheizung erklärt.

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