Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Elektroheizung direkt auf Facebook Elektroheizung direkt auf Instagram Elektroheizung direkt auf LinkedIn Elektroheizung direkt auf YouTube
Service-Telefon 0800 4711 110
deutschlandweit keine Versandkosten
Bild einer Kundenservicemitarbeiterin im mobilen Kategoriemenü

Sie haben fragen?
0800 4711 110
oder per E-Mail an
service@elektroheizung-direkt.de

06.05.26

Erfahrungsbericht Elektroheizungen - ein Einfamilienhaus mit Flächenspeicherheizungen beheizen

Elektroheizungen im Einsatz – eine Familie gibt Einblick in 5 Jahre Heizen mit Flächenspeicherheizungen

Originalartikel vom 03.05.22 - zuletzt aktualisiert am 06.05.2026

Ich bin Ralf M.* (44) und lebe mit meiner Frau Sabine (42) und unseren beiden Söhnen Niklas (14) und Moritz (10) seit dem Frühjahr 2021 in unserer Doppelhaushälfte im Erzgebirgsvorland nahe Chemnitz. Dass wir unser Altbau-Einfamilienhaus vollständig mit Flächenspeicherheizungen beheizen, sorgt bis heute oft für skeptische Nachfragen — vor allem wegen der Stromkosten. In diesem Erfahrungsbericht zur Elektroheizung im Altbau teile ich unsere Erfahrungen, reale Verbrauchswerte und Heizkosten — und die Frage, ob sich das Heizen mit Flächenspeicherheizungen im Alltag wirklich lohnt.

* Namen, Orte etc. wurden zum Schutz der Familie anonymisiert

Elektroheizung im Altbau-Einfamilienhaus: Erfahrungsbericht

Unsere Erfahrungen nach 5 Jahren auf einen Blick

  • Gebäude: ca. 150 m² sanierter Altbau nahe Chemnitz
  • Heizsystem: vollständige Beheizung mit Flächenspeicherheizungen
  • Zeitraum: reale Verbrauchsdaten von Mai 2021 bis April 2026
  • Heizstromverbrauch: ca. 4.200 bis 5.700 kWh pro Jahr
  • Heizkosten: ca. 1.250 bis 1.670 € pro Jahr
  • Wichtigste Einflussfaktoren: Dämmung, Strompreis, Außentemperatur und Heizverhalten
  • Unser Fazit: Für unser saniertes Einfamilienhaus hat sich das Heizen mit Flächenspeicherheizungen im Alltag bewährt.

Das Gebäude

Unser freistehendes Doppelhaus stammt aus dem Jahr 1927 und liegt in einer ruhigen Eigenheimsiedlung im Erzgebirgsvorland nahe Chemnitz. Vor unserem Einzug haben wir die Doppelhaushälfte grundlegend saniert und energetisch modernisiert.

Besonders die veraltete Elektrik aus DDR-Zeiten war für modernes Wohnen und die geplante elektrische Beheizung nicht mehr geeignet. Deshalb wurden sämtliche Haupt- und Nebenleitungen komplett erneuert. Zusätzlich erhielt jeder Raum einen eigenen abgesicherten Heizungsanschluss für die Flächenspeicherheizungen.

Elektroheizung im Altbau-Einfamilienhaus: Erfahrungsbericht

Auch bei der Dämmung investierten wir umfassend in den Altbau. Die bestehende vorgehängte hinterlüftete Fassade mit Mineralwolledämmung wurde durch eine zusätzliche Innendämmung ergänzt. Außerdem ersetzten wir die alten Holzfenster durch moderne Kunststofffenster mit Doppelverglasung.

Darüber hinaus wurden Dachflächen und Fußböden umfangreich gedämmt. Diese Maßnahmen bildeten für uns eine wichtige Grundlage, um unser Einfamilienhaus langfristig effizient mit Elektroheizungen beheizen zu können.

Räume und verbaute Heizungen

In unserem Haus mit etwa 150 m² Wohnfläche haben wir aktuell 10 Flächenspeicherheizungen in 9 Räumen installiert; bis Dezember 2023 waren es noch 9 Elektroheizungen in 8 Räumen. Vor der Auswahl der Heizungen standen wir zunächst vor der Frage, welche Leistungen in den einzelnen Räumen überhaupt sinnvoll sind. Gerade bei einem sanierten Altbau wollten wir vermeiden, die Heizkörper zu knapp zu dimensionieren. Wir berechneten den spezifischen Wärmebedarf jedes Raumes mithilfe eines Wärmebedarfsrechners, der sich an die DIN 4701 anlehnt. Das geht relativ fix, da man nur 6 Fragen zum Haus und 6 zum Raum beantworten muss.

Im Anschluss suchten wir uns die passenden Flächenspeicherheizungen aus. Praktisch fanden wir, dass sich für nahezu jede Raumsituation eine passende Flächenspeicherheizung finden ließ. Daher haben wir je nach Raumsituation unterschiedliche Bauformen aus Standard, hohen und niedrigen Elektroheizungen gewählt. Im Wohnzimmer entschieden wir uns beispielsweise für einen großen Heizkörper, in den Bädern für hohe IP24-Heizkörper mit Handtuchhalter und im Dachgeschoss mit niedrigem Drempel für einen flachen Heizkörper auf Laufrollen. Wir kauften dabei stets Elektroheizungen mit einer höheren Leistung als errechnet. In den offenen Bereichen wie dem Flur und dem Arbeitszimmer sogar mit deutlich höheren Leistungen.

Elektroheizung im Altbau-Einfamilienhaus: Erfahrungsbericht
Elektroheizung im Altbau-Einfamilienhaus: Erfahrungsbericht

Bei Flächenspeicherheizungen ist es wichtig, die Heizleistung großzügig zu bemessen – lieber etwas mehr als zu wenig. Eine Heizung mit zu niedriger Wattzahl im Vergleich zum berechneten Wärmebedarf kann zwar die gewünschte Temperatur erreichen, muss dafür jedoch ständig auf maximaler Leistung laufen. Dadurch kann ein Teil der Speicherwirkung verloren gehen. Die Speicherwirkung der Schamottesteine sorgt dafür, dass die Flächenspeicherheizungen die erzeugte Wärme über längere Zeit gleichmäßig abgeben können, ohne dauerhaft aktiv Strom zu verbrauchen. Genau das macht sich im Alltag bemerkbar. Wird eine Heizung jedoch zu knapp dimensioniert, muss sie deutlich häufiger unter Strom laufen, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten. Dadurch reduziert sich der Vorteil der Speicherwirkung, und der Stromverbrauch kann entsprechend ansteigen.

Elektroheizung im Altbau-Einfamilienhaus: Räume, Wärmebedarf und Heizleistung
Raumdaten & Heizleistungen im Überblick anzeigen
Raum Hausflur Küche WZ Bad EG KZ Moritz AZ 1 Wand AZ 2 Fenster KZ 2 Niklas Hobbyraum Bad OG
Größe 10,9 m² 17,5 m² 27,6 m² 7,3 m² 12,7 m² 25,4 m² 23,4 m² 9,8 m² 15,1 m²

Natürlich wollten wir vor der Anschaffung möglichst realistisch einschätzen, welche Stromkosten auf uns zukommen könnten. Deshalb haben wir uns vorab intensiv mit der Kalkulation beschäftigt. Für unsere erste Einschätzung haben wir die Gesamtleistung aller Heizungen, die durchschnittliche Heizdauer sowie den Strompreis miteinander kombiniert. Daraus ergab sich bereits vor dem Einzug eine grobe Orientierung für die späteren Heizkosten.

Exkurs: Kalkulation des Stromverbrauchs und der Kosten für das Heizen mit Flächenspeicherheizungen

Um eine grobe Schätzung der jährlichen Stromkosten zu erhalten, wenn man mit Strom heizt, kann folgendes einfache Kalkulationsschema genutzt werden. 

  1. Gesamtleistung aller Heizungen ermitteln: Die Gesamtleistung aller Heizkörper im Haushalt wird addiert. Beispielsweise könnte dies 15.600 Watt betragen, was 15,6 kW entspricht. 
  2. Täglichen Stromverbrauch berechnen: Die Gesamtleistung wird mit der durchschnittlichen täglichen Heizdauer multipliziert. Beispiel: 8 Stunden täglich bei 15,6 kW resultieren in 124,8 kWh pro Tag. 
  3. Effektive Laufzeit berücksichtigen: Flächenspeicherheizungen verbrauchen nach Herstellerangaben nur etwa 25 % ihrer Heizzeit Strom. Daher wird der tägliche Verbrauch mit 0,25 multipliziert, was 31,2 kWh pro Tag ergibt. 
  4. Jährlichen Stromverbrauch für das Heizen bestimmen: Der tägliche Stromverbrauch wird mit der Anzahl der Heiztage multipliziert. In der üblichen Heizperiode in Deutschland vom 1. Oktober bis 30. April sind dies 212 Tage. Das Beispiel ergibt einen Gesamtverbrauch von ca. 6.614,4 kWh. 
  5. Kosten für das Heizen berechnen: Die verbrauchten kWh werden mit dem vertraglich vereinbarten Preis pro kWh multipliziert. Beispiel: 6.615 kWh x 0,30 € ergibt 1.984,50 € für die Heizkosten. 
Ermittlung des Gesamtstromverbrauchs und der monatlichen Kosten: 

  1. Weiteren Stromverbrauch hinzurechnen: Zum Stromverbrauch für das Heizen wird der erwartete Haushaltsstromverbrauch sowie der Stromverbrauch für die Warmwasseraufbereitung addiert. Bei einer vierköpfigen Familie im Eigenheim könnte dies laut Stromspiegel bei etwa 4.000 kWh jährlich liegen. Mit dem Verbrauch für das Heizen und einem kleinen Puffer ergibt das im Beispiel 11.000 kWh Gesamtverbrauch. 
  2. Gesamtkosten kalkulieren: Der Gesamtverbrauch wird mit dem kWh-Preis multipliziert und der Grundpreis des Versorgers hinzugefügt. Beispiel: 11.000 kWh x 0,30 € plus 200 € ergibt 3.500 €. 
  3. Monatlichen Abschlag berechnen: Die Gesamtkosten werden durch 12 geteilt, um den monatlichen Abschlag zu bestimmen. Beispiel: 3.500 € / 12 ergibt etwa 292 € pro Monat (für Haushaltsstrom + Heizkosten).  
Diese Berechnungsmethode ermöglicht eine präzise Planung der erwarteten Heizkosten sowie eine übersichtliche Darstellung der gesamten monatlichen Stromkosten.

Wie hoch war unser Stromverbrauch im Alltag wirklich?

Der sicherlich interessanteste Punkt im Erfahrungsbericht ist unser tatsächlicher Stromverbrauch für das Heizen. Zur Überwachung des Verbrauchs wurde monatlich der Gesamtverbrauch des Hauses notiert und die Verbrauchsübersicht für die Elektroheizungen in der App genutzt. In der App kann ich die täglichen, monatlichen oder jährlichen Verbrauchsdaten jedes Heizkörpers abrufen.

In den folgenden Übersichten habe ich den monatlichen Stromverbrauch für jeden Raum detailliert erfasst. Die einzelnen Nutzungsjahre – jeweils von Mai bis April – sind übersichtlich nebeneinandergestellt. Insgesamt decken die Daten den Zeitraum von Mai 2021 bis April 2026 ab.

Um den Verbrauch besser einordnen zu können, habe ich zusätzlich die durchschnittlichen monatlichen Maximaltemperaturen ergänzt. So wird deutlich, wie stark die Witterung den Energiebedarf beeinflusst.

Dabei zeigt sich ein klarer Trend: In den ersten drei Jahren wurde es im Durchschnitt kontinuierlich wärmer, was sich entsprechend im niedrigeren Heizbedarf widerspiegelt. Das vierte Jahr blieb auf einem ähnlich milden Niveau. Das fünfte Jahr war wieder kühler als Jahr 3 und 4, lag temperaturmäßig aber weiterhin über den Werten der ersten beiden Jahre.

Elektroheizung im Altbau-Einfamilienhaus: Energiestatistik
Verbrauchswerte Hausflur, Küche und Wohnzimmer anzeigen
Monatliche Verbrauchswerte: Hausflur, Küche und Wohnzimmer
MonatHausflur
1. Jahr
05/21-04/22
Hausflur
2. Jahr
05/22-04/23
Hausflur
3. Jahr
05/23-04/24
Hausflur
4. Jahr
05/24-04/25
Hausflur
5. Jahr
05/25-04/26
Küche
1. Jahr
05/21-04/22
Küche
2. Jahr
05/22-04/23
Küche
3. Jahr
05/23-04/24
Küche
4. Jahr
05/24-04/25
Küche
5. Jahr
05/25-04/26
WZ
1. Jahr
05/21-04/22
WZ
2. Jahr
05/22-04/23
WZ
3. Jahr
05/23-04/24
WZ
4. Jahr
05/24-04/25
WZ
5. Jahr
05/25-04/26
Mai50 kWh1,7 kWh0 kWh0,1 kWh0 kWh47,9 kWh1,5 kWh1,4 kWh0,1 kWh0,6 kWh57,3 kWh0 kWh44,1 kWh4,3 kWh23,9 kWh
Juni0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh2,1 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh
Juli0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh
August0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh
September0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh1,4 kWh4,5 kWh0 kWh0,8 kWh0 kWh7,1 kWh28 kWh0 kWh5,3 kWh16,8 kWh
Oktober30,5 kWh0 kWh4 kWh1,4 kWh0 kWh5,8 kWh16,9 kWh0 kWh13,6 kWh22,2 kWh104,3 kWh63,6 kWh53,9 kWh75,2 kWh134,6 kWh
November140,4 kWh46,9 kWh85,8 kWh42,4 kWh45,4 kWh11,7 kWh52,8 kWh34,9 kWh65,2 kWh75,6 kWh326,3 kWh221,2 kWh241 kWh170,8 kWh274,1 kWh
Dezember272,9 kWh211,5 kWh171,7 kWh96,5 kWh96,2 kWh74,8 kWh96,5 kWh84,8 kWh110,1 kWh116,1 kWh391,5 kWh404,5 kWh335,3 kWh182,7 kWh372,7 kWh
Januar214,4 kWh175 kWh227,4 kWh113,9 kWh172,9 kWh120,9 kWh78,5 kWh110,5 kWh116,8 kWh171 kWh390,7 kWh387 kWh332,6 kWh377,5 kWh509,8 kWh
Februar126,4 kWh184,3 kWh117,2 kWh128,3 kWh117,8 kWh97,4 kWh84,3 kWh75,2 kWh123,8 kWh115 kWh313,3 kWh345,1 kWh247,3 kWh348,6 kWh351,8 kWh
März129,8 kWh152,5 kWh101,7 kWh62,6 kWh83,7 kWh88 kWh72,1 kWh56,9 kWh57,3 kWh50,7 kWh287,1 kWh283,4 kWh200,3 kWh221,7 kWh218,3 kWh
April80,5 kWh77,6 kWh37,9 kWh18,5 kWh63,1 kWh62,7 kWh31,2 kWh13 kWh20,1 kWh19,4 kWh167,2 kWh184,1 kWh94,9 kWh88,7 kWh140,6 kWh
GESAMT Raum1044,9 kWh849,5 kWh745,7 kWh463,7 kWh579,1 kWh512,7 kWh438,3 kWh376,7 kWh507,8 kWh570,6 kWh2044,8 kWh1916,9 kWh1549,4 kWh1474,8 kWh2042,6 kWh
Verbrauchswerte Bad EG, KZ 1 M und AZ 1 W anzeigen
Monatliche Verbrauchswerte: Bad EG, KZ 1 M und AZ 1 W
MonatBad EG
1. Jahr
05/21-04/22
Bad EG
2. Jahr
05/22-04/23
Bad EG
3. Jahr
05/23-04/24
Bad EG
4. Jahr
05/24-04/25
Bad EG
5. Jahr
05/25-04/26
KZ 1 M
1. Jahr
05/21-04/22
KZ 1 M
2. Jahr
05/22-04/23
KZ 1 M
3. Jahr
05/23-04/24
KZ 1 M
4. Jahr
05/24-04/25
KZ 1 M
5. Jahr
05/25-04/26
AZ 1 W
1. Jahr
05/21-04/22
AZ 1 W
2. Jahr
05/22-04/23
AZ 1 W
3. Jahr
05/23-04/24
AZ 1 W
4. Jahr
05/24-04/25
AZ 1 W
5. Jahr
05/25-04/26
Mai25,1 kWh0,4 kWh1,6 kWh0 kWh0 kWh0,2 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh14,8 kWh0 kWh2,9 kWh0 kWh7,4 kWh
Juni0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh
Juli0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh
August0 kWh0 kWh0,4 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh
September0 kWh0,5 kWh0 kWh0,1 kWh0 kWh0 kWh1,6 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh5,6 kWh0 kWh0,7 kWh5,5 kWh
Oktober8,2 kWh0 kWh1,4 kWh0,9 kWh0 kWh6 kWh0 kWh0,4 kWh1,2 kWh7,9 kWh0 kWh2,1 kWh9 kWh7,7 kWh31,1 kWh
November51,1 kWh21,7 kWh27,3 kWh11 kWh17 kWh30,6 kWh14,3 kWh17,8 kWh22,6 kWh23,7 kWh21 kWh31,3 kWh37,5 kWh55,5 kWh43,6 kWh
Dezember62,4 kWh60,3 kWh51,1 kWh36,9 kWh34,4 kWh53,1 kWh32,6 kWh21 kWh32,5 kWh38,4 kWh35,4 kWh38,3 kWh52,9 kWh21,5 kWh53,9 kWh
Januar63,2 kWh51,5 kWh71,1 kWh43,8 kWh71,7 kWh60,1 kWh25,6 kWh32,2 kWh27,9 kWh60,4 kWh43,6 kWh34,5 kWh52,2 kWh36,6 kWh63 kWh
Februar52 kWh60,6 kWh19,8 kWh47 kWh47,6 kWh56,5 kWh15 kWh8,5 kWh42,4 kWh33,2 kWh57,1 kWh35,3 kWh31,9 kWh43,7 kWh49,6 kWh
März45 kWh49,5 kWh5,4 kWh19,5 kWh0 kWh33,6 kWh11,5 kWh2 kWh16 kWh0,3 kWh41,4 kWh22,6 kWh25,4 kWh27,3 kWh26,3 kWh
April27 kWh30,6 kWh6,8 kWh5 kWh1,4 kWh11,5 kWh4,2 kWh1,1 kWh3 kWh0 kWh21 kWh20,8 kWh7,9 kWh16,5 kWh18,6 kWh
GESAMT Raum334 kWh275,1 kWh184,9 kWh164,2 kWh172,1 kWh251,6 kWh104,8 kWh83 kWh145,6 kWh163,9 kWh234,3 kWh190,5 kWh219,7 kWh209,5 kWh299 kWh
Verbrauchswerte AZ 2 F, KZ 2 N und Sport anzeigen
Monatliche Verbrauchswerte: AZ 2 F, KZ 2 N und Sport
MonatAZ 2 F
1. Jahr
05/21-04/22
AZ 2 F
2. Jahr
05/22-04/23
AZ 2 F
3. Jahr
05/23-04/24
AZ 2 F
4. Jahr
05/24-04/25
AZ 2 F
5. Jahr
05/25-04/26
KZ 2 N
1. Jahr
05/21-04/22
KZ 2 N
2. Jahr
05/22-04/23
KZ 2 N
3. Jahr
05/23-04/24
KZ 2 N
4. Jahr
05/24-04/25
KZ 2 N
5. Jahr
05/25-04/26
Sport
1. Jahr
05/21-04/22
Sport
2. Jahr
05/22-04/23
Sport
3. Jahr
05/23-04/24
Sport
4. Jahr
05/24-04/25
Sport
5. Jahr
05/25-04/26
Mai30,8 kWh0 kWh3,2 kWh0 kWh8 kWh0,6 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh7,6 kWh0 kWh6,8 kWh0 kWh1,3 kWh
Juni0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh
Juli0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh
August0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh
September0,6 kWh9,2 kWh0 kWh2,5 kWh4,1 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh5,5 kWh0 kWh0 kWh0 kWh
Oktober10,9 kWh7,4 kWh9,7 kWh8,2 kWh33,5 kWh0,6 kWh0 kWh0 kWh1,4 kWh10,9 kWh13,1 kWh5,2 kWh13,5 kWh7,5 kWh0 kWh
November89,8 kWh43,1 kWh48,8 kWh51,3 kWh55,1 kWh56,5 kWh8,6 kWh19 kWh19,8 kWh26,3 kWh77,8 kWh80,8 kWh68,5 kWh71,4 kWh67,5 kWh
Dezember71,5 kWh61,1 kWh56,8 kWh61,9 kWh73 kWh71,5 kWh14,1 kWh30,6 kWh44,6 kWh36 kWh129,7 kWh127 kWh65,2 kWh101,1 kWh93,9 kWh
Januar122,4 kWh73,8 kWh56,1 kWh89,5 kWh86,8 kWh9,4 kWh7,8 kWh41,1 kWh42,1 kWh66,3 kWh132,9 kWh114,1 kWh116,6 kWh89,5 kWh126,4 kWh
Februar99,9 kWh77 kWh30 kWh63,3 kWh55,9 kWh2,7 kWh10,4 kWh9,7 kWh45,3 kWh42,8 kWh102 kWh101,6 kWh47,5 kWh95,3 kWh77,1 kWh
März49,1 kWh46,9 kWh25,1 kWh33,3 kWh26,7 kWh1,3 kWh6,4 kWh4,9 kWh18,8 kWh5,9 kWh88,7 kWh79,6 kWh33 kWh59,3 kWh42 kWh
April26,3 kWh20,6 kWh7,9 kWh17,9 kWh21,3 kWh2,6 kWh1,9 kWh9,7 kWh5,3 kWh2 kWh46,9 kWh57,9 kWh14,2 kWh15,2 kWh14,9 kWh
GESAMT Raum501,3 kWh339,1 kWh237,6 kWh327,9 kWh364,4 kWh145,2 kWh49,2 kWh115 kWh177,3 kWh190,2 kWh598,7 kWh571,7 kWh365,3 kWh439,3 kWh423,1 kWh
Verbrauchswerte Bad OG, Gesamtverbrauch und Temperatur anzeigen
Monatliche Verbrauchswerte: Bad OG, Gesamtverbrauch und durchschnittliche Maximaltemperatur
MonatBad OG
1. Jahr
05/21-04/22
Bad OG
2. Jahr
05/22-04/23
Bad OG
3. Jahr
05/23-04/24
Bad OG
4. Jahr
05/24-04/25
Bad OG
5. Jahr
05/25-04/26
Gesamt
1. Jahr
05/21-04/22
Ø Max. Temperatur
05/21-04/22
Gesamt
2. Jahr
05/22-04/23
Ø Max. Temperatur
05/22-04/23
Gesamt
3. Jahr
05/23-04/24
Ø Max. Temperatur
05/23-04/24
Gesamt
4. Jahr
05/24-04/25
Ø Max. Temperatur
05/24-04/25
Gesamt
5. Jahr
05/25-04/26
Ø Max. Temperatur
05/25-04/26
Mai0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh19 kWh234,3 kWh10,4 °C3,6 kWh19,0 °C60 kWh17,4 °C4,5 kWh19,3 °C60,2 kWh17,2 °C
Juni0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh2,5 kWh2,1 kWh23,2 °C0 kWh23,9 °C0 kWh23,0 °C0 kWh22,3 °C2,5 kWh24,1 °C
Juli0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh21,7 °C0 kWh23,1 °C0 kWh25,4 °C0 kWh25,0 °C0 kWh23,7 °C
August0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh0 kWh19,2 °C0 kWh24,1 °C0,4 kWh24,0 °C0 kWh26,3 °C0 kWh24,5 °C
September0 kWh0 kWh0 kWh5,3 kWh15,7 kWh9,1 kWh18,7 °C54,9 kWh16,1 °C0 kWh23,6 °C14,7 kWh20,5 °C42,1 kWh19,5 °C
Oktober0 kWh0 kWh0 kWh45,6 kWh88,8 kWh179,4 kWh11,3 °C95,2 kWh15,1 °C91,9 kWh16,0 °C162,7 kWh14,8 °C329 kWh11,8 °C
November0 kWh0 kWh0 kWh99,5 kWh115,3 kWh805,2 kWh4,3 °C520,7 kWh6,8 °C580,6 kWh7,0 °C609,5 kWh7,5 °C743,6 kWh8,3 °C
Dezember0 kWh0 kWh53,5 kWh109,7 kWh134 kWh1162,8 kWh2,0 °C1045,9 kWh2,1 °C922,9 kWh5,5 °C797,5 kWh4,8 °C994,7 kWh5,5 °C
Januar0 kWh0 kWh110,2 kWh108,6 kWh167,9 kWh1157,6 kWh1,7 °C947,8 kWh3,4 °C1150 kWh3,7 °C1046,2 kWh6,4 °C1496,2 kWh1,2 °C
Februar0 kWh0 kWh80,5 kWh105 kWh117,4 kWh907,3 kWh4,8 °C913,6 kWh3,6 °C667,6 kWh9,3 °C1042,7 kWh6,3 °C1008,2 kWh5,9 °C
März0 kWh0 kWh66,3 kWh88,7 kWh99,2 kWh764 kWh8,5 °C724,5 kWh7,6 °C521 kWh11,8 °C604,5 kWh10,5 °C553,1 kWh11,4 °C
April0 kWh0 kWh27,3 kWh41,3 kWh69,3 kWh445,7 kWh9,6 °C428,9 kWh9,8 °C220,7 kWh15,2 °C231,5 kWh15,4 °C350,6 kWh12,8 °C
GESAMT Raum0 kWh0 kWh337,8 kWh603,7 kWh829,1 kWh5667,5 kWh11,3 °C4735,1 kWh12,9 °C4215,1 kWh15,2 °C4513,8 kWh14,9 °C5580,2 kWh13,8 °C

Welche Erkenntnisse wir nach fünf Jahren gewonnen haben

Unsere Erfahrungen lassen sich nicht pauschal auf jedes Gebäude übertragen. Der tatsächliche Stromverbrauch hängt stark von den baulichen Gegebenheiten und der Nutzung ab.

In unserem Fall hat sich gezeigt, dass die Flächenspeicherheizungen in einem Gebäude mit moderatem Wärmebedarf gut planbar arbeiten. Gleichzeitig wird deutlich, dass der Strompreis einen erheblichen Einfluss auf die laufenden Kosten hat.

In Gebäuden mit höherem Wärmebedarf oder schlechter Dämmung dürfte sich dieser Effekt entsprechend verstärken. Umgekehrt kann ein niedriger Energiebedarf – etwa durch gute Dämmung – den Stromverbrauch deutlich reduzieren.

1. Jahr: Mai 2021 – April 2022

Im ersten Jahr in unserem neuen Haus bezogen wir Ökostrom zu einem Preis von 24,25 Cent pro kWh. Für den Betrieb unserer Flächenspeicherheizungen verbrauchten wir insgesamt 5.668 kWh Strom. Daraus ergaben sich Heizkosten in Höhe von 1.374 €.

2. Jahr: Mai 2022 – April 2023

Der starke Anstieg der Energiepreise hatte im zweiten Nutzungsjahr deutliche Auswirkungen auf unsere Heizkosten. Der Strompreis erhöhte sich von ursprünglich 24,25 Cent pro kWh auf:

  • 40,7 Cent pro kWh von Mai bis Dezember 2022 (Verbrauch: 1.720 kWh)
  • 32,1 Cent pro kWh von Januar bis April 2023 (Verbrauch: 3.015 kWh)

Gleichzeitig konnten wir unseren Heizstromverbrauch um 933 kWh reduzieren. Neben einem ungewöhnlich milden Herbst spielte dabei auch die zunehmende Erfahrung im Umgang mit der Steuerung eine wichtige Rolle. Gerade in den ersten Monaten mussten wir erst lernen, wie stark sich kleine Anpassungen im Alltag auf den Verbrauch auswirken können.

Die Heizkosten beliefen sich im zweiten Jahr auf insgesamt 1.668 € (700 € für Mai bis Dezember 2022 und 968 € für Januar bis April 2023) bei einem Gesamtverbrauch von 4.735 kWh.

3. Jahr: Mai 2023 – April 2024

Im dritten Nutzungsjahr wechselten wir zu einem lokalen Anbieter mit einem Strompreis von 32,8 Cent pro kWh. Der Verbrauch konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut reduziert werden.

Neben einer effizienteren Nutzung der Heizungen wirkte sich vor allem die insgesamt milde Witterung aus. Gerade in den Übergangszeiten zeigte sich, dass wir viele Räume oft nur kurz oder sehr moderat beheizen mussten.

Der Jahresverbrauch lag bei 4.215 kWh, woraus sich Heizkosten von insgesamt 1.383 € ergaben.

Hinweis

Seit Mitte 2024 nutzen wir zusätzlich eine Photovoltaikanlage. Gerade in den Übergangszeiten können wir dadurch einen Teil des Stromverbrauchs direkt über eigenen Solarstrom abdecken. Für die Vergleichbarkeit haben wir die Heizkosten in diesem Erfahrungsbericht dennoch weiterhin vollständig mit unserem aktuellen Strompreis berechnet. Unsere tatsächlichen Energiekosten liegen dadurch im Alltag etwas niedriger.

4. Jahr: Mai 2024 – April 2025

Im vierten Nutzungsjahr sanken die Strompreise, und wir wechselten zu einem Tarif mit 27,7 Cent pro kWh. Der Heizstromverbrauch stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht um rund 300 kWh.

Hauptursache war die intensivere Nutzung des zweiten Badezimmers, das nun ganzjährig beheizt wurde.

Bei einem Gesamtverbrauch von 4.514 kWh lagen die Heizkosten bei 1.250 €.

5. Jahr: Mai 2025 – April 2026

Im fünften Nutzungsjahr blieben wir beim gleichen Stromanbieter mit einem Tarif von 27,7 Cent pro kWh. Der Heizstromverbrauch stieg in diesem Jahr deutlich an.

Ausschlaggebend waren vor allem ein kälterer Winter, mehr Homeoffice sowie ein insgesamt verändertes Nutzungsverhalten im Haushalt — Teenager machen sich eben auch beim Heizverhalten bemerkbar.

Der Gesamtverbrauch lag bei 5.580 kWh, wodurch sich Heizkosten von 1.456 € ergaben.

Auswertung nach 5 Jahren: Verbrauch und Kosten im Überblick

Über den gesamten Betrachtungszeitraum lag unser jährlicher Stromverbrauch für die Flächenspeicherheizungen zwischen rund 4.200 kWh und 5.700 kWhEin wesentlicher Einflussfaktor war neben der Außentemperatur vor allem unser eigenes Heizverhalten und der Umgang mit der Steuerung.

Die jährlichen Schwankungen lassen sich zu einem großen Teil durch die Witterung erklären. In wärmeren Jahren fiel der Heizbedarf entsprechend geringer aus, während kältere Perioden – wie zuletzt im fünften Jahr – wieder zu einem höheren Verbrauch geführt haben.

Bei den Kosten zeigt sich ein anderes Bild: Trotz sinkendem Verbrauch sind die Gesamtkosten im zweiten Jahr gestiegen. Hauptursache war der deutliche Anstieg der Strompreise. Damit wird deutlich, dass bei dieser Heizform nicht nur der Verbrauch, sondern vor allem der Energiepreis eine entscheidende Rolle spielt.

Kostenvergleich mit Nachbarn

Wir haben unsere Heizkosten einmal mit denen unserer Nachbarn verglichen, die eine zentrale Gasheizung nutzen. Allein beim Vergleich der reinen Betriebsmittelkosten sind wir mit Strom leicht günstiger gefahren. Berücksichtigt man zusätzlich die Kosten für Wartung der Heizungsanlage, den Schornsteinfeger und ähnliche Ausgaben, zeigt sich, dass unsere Methode des Heizens sich für unsere Situation wirtschaftlich durchaus rechnet.

Mehr dazu im Blogartikel "kWhel vs. kWhth - Elektroheizung oder Gasheizung" Darin gehen wir detailliert auf den Vergleich zwischen elektrischer Heizung und Gasheizung ein. Der Artikel widerlegt auch das Vorurteil, dass Heizen mit Strom immer wesentlich teurer ist.

Kosten realistisch einschätzen

Die tatsächlichen Heizkosten bei einer Elektroheizung hängen nicht nur vom Stromverbrauch ab, sondern in hohem Maße vom jeweiligen Strompreis. In unserem Fall hat sich gezeigt, dass selbst bei sinkendem Verbrauch die Gesamtkosten steigen können, wenn sich der Energiepreis erhöht.

Bei einem jährlichen Verbrauch von etwa 4.000 bis 5.500 kWh ergeben sich – je nach Stromtarif – deutliche Unterschiede:

  • bei 30 Cent/kWh: ca. 1.200 € – 1.650 € pro Jahr
  • bei 40 Cent/kWh: ca. 1.600 € – 2.200 € pro Jahr
  • bei 45 Cent/kWh: ca. 1.800 € – 2.500 € pro Jahr

Diese Spannbreite zeigt, dass die Entwicklung der Strompreise einen erheblichen Einfluss auf die laufenden Heizkosten haben kann — teilweise sogar stärker als der eigentliche Verbrauch. Gerade bei Elektroheizungen lohnt es sich deshalb, Stromtarife regelmäßig zu vergleichen und bei Bedarf den Anbieter zu wechseln. Bereits eine Differenz von nur 5 Cent pro kWh kann spürbare Auswirkungen haben: Sinkt der Strompreis beispielsweise von 30 auf 25 Cent pro kWh, ergibt sich bei einem jährlichen Verbrauch von 5.000 kWh bereits eine Ersparnis von rund 250 € pro Jahr.

Gleichzeitig entfallen bei dieser Heizform Investitions- und Wartungskosten, wie sie bei vielen anderen Heizsystemen üblich sind. Welche Lösung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt daher immer von den jeweiligen Rahmenbedingungen des Gebäudes und der Nutzung ab.

Unser Fazit nach 5 Jahren Heizen mit Flächenspeicherheizungen

Nach fünf Jahren Nutzung zeigt sich, dass sich der Stromverbrauch unserer Flächenspeicherheizungen auf einem gut nachvollziehbaren Niveau bewegt hat. Der durchschnittliche Gesamtverbrauch lag dabei bei 4.942 kWh pro Jahr.

Die größten Einflussfaktoren waren die Außentemperatur, unser individuelles Heizverhalten sowie die jeweiligen Strompreise. Während sich der Verbrauch nach einer Eingewöhnungsphase stabilisiert hat, haben sich die Kosten vor allem durch die Entwicklung der Strompreise verändert. In unserem Fall hat sich gezeigt, dass die Nutzung insgesamt gut planbar ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Form des Heizens stark vom jeweiligen Energiepreis abhängt und sich die tatsächlichen Kosten je nach Rahmenbedingungen deutlich unterscheiden können.

Die hier dargestellten Werte basieren auf einem Einfamilienhaus mit moderatem Wärmebedarf und lassen sich nicht ohne Weiteres auf jedes andere Gebäude übertragen. Sie geben jedoch einen realistischen Einblick, wie sich Verbrauch und Kosten über mehrere Jahre entwickeln können. Vor dem Hintergrund steigender Preise für fossile Brennstoffe und eines zunehmenden Anteils erneuerbarer Energien, der perspektivisch zu sinkenden Stromkosten beiträgt, wird das Heizen mit Strom aus unserer Sicht langfristig an Attraktivität gewinnen.

Unsere wichtigsten Eindrücke zu den genutzten Flächenspeicherheizungen im Alltag:

  • Der beworbene Wärmemix mit 60 % Konvektion und 40 % Strahlungswärme ist tatsächlich super angenehm. Es ist eine andere Wärme, als wir sie von unserer alten Gas-Zentral-Heizung gewohnt waren. Für uns fühlt sich die Wärme gleichmäßiger und angenehmer an als bei unserer früheren Gasheizung.
  • Die 25 % Stromverbrauch für eine Stunde Heizen mit Flächenspeicherheizungen stimmen tatsächlich. Unsere Kalkulation ging mehr als auf, wurde sogar übererfüllt.
  • Wir nutzen die smarte Schnittstelle, welche an unserem Router angeschlossen ist, und uns die Steuerung per Handyapp ermöglicht. Für uns eine optimale Lösung, da sich alle Einstellungen jederzeit und von jedem Ort vornehmen lassen.
    Im Winter haben wir z. B. während eines Zoobesuchs gemerkt, dass wir nach dem Lüften die Heizungen nicht wieder angeschaltet hatten. Anstatt dann in ein kaltes Zuhause zurückkehren zu müssen, zückten wir einfach das Handy und schalteten die Heizungen aus der Ferne wieder ein. Gerade mit Kindern und häufig wechselndem Alltag nutzen wir diese Möglichkeit regelmäßig.
  • Einen riesigen Unterschied zur Zentralheizung macht die Möglichkeit, jeden Heizkörper individuell programmieren zu können. Wir haben für jeden Raum eigene Heizprogramme eingestellt. Bei Bedarf passen wir diese im Handumdrehen per App auch mal an. Durch die Heizprogramme wird garantiert, dass wir absolut bedarfsgerecht heizen. Sind wir nicht zu Hause oder nutzen während des Tages im Homeoffice z. B. andere Räume so gut wie nie, laufen diese auf unserer ECO-(Absenk-)Temperatur von 17 °C. Dies spart jede Menge Energie, ohne dass wir auf etwas verzichten müssen.
Flächenspeicherheizung kaufen: Vorteile

Die letzten fünf Jahre haben uns gezeigt, dass Elektroheizungen im Altbau unter den passenden Voraussetzungen deutlich besser funktionieren können, als viele zunächst erwarten. Gerade wegen der oft skeptischen Reaktionen waren wir anfangs selbst gespannt, wie sich Verbrauch, Kosten und Wohnkomfort im Alltag tatsächlich entwickeln würden. Heute können wir sagen, dass sich das Konzept für unser saniertes Einfamilienhaus insgesamt bewährt hat. Entscheidend waren dabei nicht nur die Heizungen selbst, sondern auch die Dämmung, die richtige Planung und unser Umgang mit der Steuerung. Für unser saniertes Einfamilienhaus war diese Entscheidung rückblickend die richtige.

❓ Häufige Fragen zu unseren Erfahrungen mit Elektroheizungen im sanierten Altbau (FAQ)

In unserem sanierten Altbau-Einfamilienhaus lag der jährliche Stromverbrauch für die Flächenspeicherheizungen zwischen rund 4.200 und 5.700 kWh. Der Durchschnitt über fünf Jahre betrug etwa 4.942 kWh pro Jahr.

Die jährlichen Heizkosten lagen in unserem Erfahrungszeitraum zwischen etwa 1.250 und 1.670 €. Entscheidend war dabei nicht nur der Verbrauch, sondern vor allem der jeweilige Strompreis pro kWh.

Ja, Elektroheizungen können auch im Altbau funktionieren, wenn die Voraussetzungen passen. Besonders wichtig sind ein moderater Wärmebedarf, eine sinnvolle Dämmung, passende Heizleistung und eine gute Regelung. In schlecht gedämmten Gebäuden kann der Stromverbrauch dagegen deutlich höher ausfallen.

Die Dämmung hat einen großen Einfluss auf den Stromverbrauch. Je weniger Wärme über Fassade, Dach, Fenster und Fußböden verloren geht, desto seltener müssen die Heizungen aktiv Strom beziehen. Für unser Haus war die energetische Sanierung eine wichtige Grundlage, um die Flächenspeicherheizungen effizient nutzen zu können.

Eine Photovoltaikanlage kann die tatsächlichen Energiekosten senken, wenn ein Teil des Heizstroms direkt aus eigenem Solarstrom gedeckt wird. Besonders in den Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst kann das vorteilhaft sein. Für die Vergleichbarkeit haben wir die Heizkosten im Erfahrungsbericht dennoch vollständig mit unserem regulären Strompreis berechnet.

Eine zu knapp dimensionierte Heizung muss häufiger aktiv Strom beziehen, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten. Dadurch kann ein Teil des Vorteils der Speicherwirkung verloren gehen. Aus unserer Erfahrung lohnt es sich deshalb, die Heizleistung nicht zu knapp zu planen.

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind der energetische Zustand des Gebäudes, die Außentemperaturen, das eigene Heizverhalten, die eingestellten Heizprogramme und der Strompreis. In unserem Fall hatte auch die zunehmende Erfahrung im Umgang mit der Steuerung einen spürbaren Einfluss.

Ja. Für unser saniertes Einfamilienhaus war die Entscheidung rückblickend die richtige. Entscheidend waren aus unserer Sicht die Dämmung, die passende Dimensionierung der Heizungen und die Möglichkeit, jeden Raum individuell zu steuern.

Erfahre mehr über Elektroheizung vs. Gasheizung in diesen Blogbeiträgen:

kWhel vs. kWhth - Elektroheizung oder Gasheizung

Heizen mit Strom oder Gas - was ist wirklich teurer?